Triggerpunkt-Methode

Was sind Triggerpunkte?

Triggerpunkte sind kleine Teilsegmente eines Muskels, die sich zusammengezogen/verkrampft haben.

Es sind nicht diese riesigen, harten Myogelosen, die man nur kurz anfassen muss, um zu wissen: das tut weh!

Triggerpunkte sind viel versteckter, unterhalb des leicht tastbaren Gewebes.

Oft unentdeckt, aber mit mächtiger Wirkung.

Sie können weit ausstrahlen, manchmal zu Stellen, von denen man meint, dass sie doch viel zu weit weg sind, um ursächlich für die Beschwerden zu sein.

Doch stellt man sich vor, was passiert, wenn nur ein kleiner Teil, ein innenliegendes Segment eines Muskelstrangs verhärtet ist:

Ein bisschen Physiologie

Ein Muskel besteht aus vielen Muskelbündeln, die wiederum aus vielen Muskelfasern bestehen.

Verhärten sich nun ein paar dieser Fasern, oder ein Bündel entsteht ein "Knubbel".

Die Fasern/Bündel die um diesen Knubbel herum liegen, sind nun hingegen in einer permanenten Dehnung, können also auch nicht mehr kraftvoll agieren. Wir haben also einen Muskel, der gleichzeitg verspannt und überdehnt ist. Damit ist seine Funktionalität natürlich schon mal eingeschränkt.

Durch diese Einschränkung ist aber auch das umliegende Myofaszialgewebe bis hin zu den Nerven betroffen. Das Gewebe kann verhärten und damit einen Dauerdruck auf die Nerven ausüben.

Dies kann sowohl zu Dauerschmerz, als auch zu Taubheitsgefühlen oder Kribbeln  in Fingern und Füßen führen. Häufige Symptome, die bei falscher Ursachenforschung, leider mitunter eine OP nach sich ziehen, weil sie zB. als Karpaltunnelsyndrom fehlinterpretiert werden.

Bildquelle: knipseline, pixelio.de
Bildquelle: knipseline, pixelio.de

Bei folgenden Schmerzen sind häufig Triggerpunkte ursächlich verantwortlich:

 

  • Rückenschmerzen allgemein, der gute, alte Hexenschuss
  • Kopfschmerzen
  • Tennis-/Golferellenbogen
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Schmerzhafte Schultersteife
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Schmerzen und Gefühlsstörungen in Unterarm und Händen
  • Leistenschmerzen
  • Kniegelenksschmerzen
  • Chronische Achillessehnenschmerzen
  • Kiefergelenksdysfunktionen
  • Ausbleiben von Therapieerfolgen im Muskelaufbautraining nach Sportverletzungen

Wichtig: Eine Triggerpunktbehandlung  kann schmerzhaft sein. Je nach Heftigkeit des Triggerpunktes kann es am folgenden Tag zu muskelkaterähnlichen Empfindungen kommen. Und weil man den Punkt manchmal wirklich  lange   drücken muss, bis er aufgibt und sich löst, kann es bei empfindlichen Menschen zu Blutergüssen kommen.

                

Jedoch:  Da unter der Behandlung der Triggerpunkte oft ein bekanntes Schmerzprofil nachempfunden werden kann ("ja, genau da tut es immer weh" höre ich dann), ist auch oft eine prompt, erleichternd einsetzende Besserung spürbar.